Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2012

Schon längst hatte ich auf die Sammelbesprechung von Gabriele Cramer, Mitglied der Jury des kath. Kinder- und Jugendbuchpreises, von Büchern, die in diesem Jahr im Umfeld des katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises bedeutsam geworden sind, hinweisen wollen, bin aber bislang nicht dazu gekommen (Gabriele Cramer, Der katholische Kinder- und Jugendbuchpreis 2012, in: KatBl 137 [2012], 226-229). Cramer bespricht neben Bondoux, Die Zeit der Wunder, auch die Kinderlesebibel von Michael Landgraf mit Illustrationen von Susanne Göhlich (Stuttgart/Göttingen 2011), Oscar Brenifier / Jacque Després (Ill.), Was, wenn es nur so aussieht, als wäre ich da, üb. Norbert Bolz, Stuttgart/Wien 2011, Iwona Chmielewska, Blumkas Tagebuch, Langenhagen 2011, sowie David Almond, Mina, üb. Alexandra Ernst, Ravensburg 2011.

Die Zeit der Wunder (Bondoux) thematisiert für Cramer die Frage der „Erlösung“ (S. 227) im Kontext von Leiderfahrungen, „Gottesverneinung, Inschala-Ergebenheit und einer ‚Zeit der Wunder‘.“ (Ebd.). Mina (Almond) – ein Buch, mit dem ich mich hier noch beschäftigen möchte – liest sie als Plädoyer für „eine inklusive Erziehung, die Vielfalt wirklich als Ressource und nicht als Problem bewertet“ (S. 229). Deutlich wird dabei die Spannbreite religionspädagogischer KJL-Rezeption zwischen Anwendungsorientierung und, wenn man so will, Lehrerfortbildung.